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Musik, Tanz, Performance – und ein Supercomputer

Musik, Tanz, Performance – und ein Supercomputer: Zwei neue Ensembles bereichern das Media Solution Center Baden-Württemberg

Stuttgart — 21. Juli 2020 — Das Media Solution Center Baden-Württemberg (MSC) begrüßt zwei neue namhafte Partner in seinem Netzwerk: die Fundación Épica La Fura dels Baus aus Barcelona und das Stuttgarter Kammerorchester. Über das Netzwerk fördert das MSC Innovationen an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie, die zudem auf die Einbindung von Höchstleistungsrechnern, Simulationen, künstlicher Intelligenz oder virtueller Realität setzen. Aus Projekten mit den beiden neuen Partnern sollen jeweils neuartige, digital unterstützte Aufführungsformate für Musik und Performance entstehen.

Als gemeinnützige Mitgliederorganisation stellt das MSC ein Forum für den kreativen Austausch von Ideen, Expertise und Ressourcen für unter anderem Künstler, kulturelle Einrichtungen, Medienunternehmen, Wissenschaftler und Entwickler bereit. Durch seine Ansiedlung am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) ermöglicht das MSC seinen Mitgliedern zudem die Nutzung modernster Computer- und Visualisierungstechnologie. Neue Mitglieder bereichern mit ihrem jeweiligen Know-how das gesamte Netzwerk, bekommen gleichzeitig Zugang zu den Kompetenzen der anderen Mitglieder – und dadurch auch deren möglicherweise ganz neue Perspektive auf ein Thema.

Matthias Hauser, Direktor des Media Solution Center: „Bei uns treffen Leute mit verschiedensten Backgrounds aufeinander. Sie arbeiten zusammen, helfen bei Problemen, entwickeln völlig neue digitale künstlerische Ausdrucksformen. Mit der Fundación Épica La Fura dels Baus und dem Stuttgarter Kammerorchester konnten wir zwei weitere namhafte Partner für unser Netzwerk gewinnen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Arbeiten, die wir hier zu sehen bekommen werden.“

Interdisziplinärer Ansatz: Stiftung Épica

Die Fundación Épica La Fura dels Baus aus Barcelona ist eine gemeinnützige Stiftung. Sie entstand in Verbindung mit der international renommierten Kunstperformance-Gruppe La Fura dels Baus, die für ihre spektakulären Multimedia-Inszenierungen bekannt ist, etwa zur Eröffnung der Olympischen Spiele. Auch die Stiftung folgt dem interdisziplinären Ansatz von La Fura, bei dem modernste Technologien und Anwendungen häufig eine wichtige Rolle spielen.

Mit der Unterstützung des MSC wird die Fundación Épica im März 2021 in Stuttgart einen zweiwöchigen Workshop mit dem Oberthema „Humanity in Survival“ durchführen. Der Workshop wird an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) in Zusammenarbeit mit Professorin Ursula Drees und dem Event Media Production Studio der HdM stattfinden. Ziel ist es, mit Teilnehmern aus verschiedensten Disziplinen eine Performance zu entwickeln und zur Aufführung zu bringen. Die Performance soll im September 2021 anlässlich des GATE Festivals wiederholt werden, einem Event für eCulture in Stuttgart, das ebenfalls vom MSC organisiert wird.

Klassische Konzertaufführung mit KI-Elementen

Das 1945 gegründete Stuttgarter Kammerorchester (SKO) hat seinen festen Platz in der internationalen Orchesterwelt. Neben Auftritten rund um den Globus hat das SKO im Laufe seiner 75-jährigen Geschichte eine mehrere hundert Aufnahmen umfassende Diskographie eingespielt und mit einer langen Reihe renommierter Solisten zusammengearbeitet.

Seit einiger Zeit beschäftigt sich das Orchester mit der Frage, wie sich die klassische Konzertaufführung durch die Digitalisierung bereichern lässt. Die Mitgliedschaft im Media Solution Center möchte der Intendant und Künstlerische Leiter des SKO, Markus Korselt, dazu nutzen, gemeinsam mit Experten aus anderen Disziplinen neue Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) zu entwickeln.

Über das Media Solution Center Baden-Württemberg

Das Media Solution Center Baden-Württemberg wurde 2018 gemeinschaftlich vom HLRS, der Hochschule der Medien und dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) gegründet. Die Mitgliedschaft steht Einrichtungen, Unternehmen und Organisationen offen, die sich an den Schnittstellen zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft bewegen. Mehr Informationen zum MSC finden Sie unter MSC-bw.

Über das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart

Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) wurde 1996 als erstes Bundeshöchstleistungsrechenzentrum Deutschlands gegründet. Als Einrichtung der Universität Stuttgart und Mitglied des Gauss Centre for Supercomputing stellt das HLRS seine Rechenkapazitäten Nutzern aus Wissenschaft und Industrie zur Verfügung. Das HLRS betreibt modernste Höchstleistungsrechensysteme und -technologien, bietet erstklassigeWeiterbildung in den Bereichen Programmierung und Simulation und forscht anwegweisenden Fragestellungen und Technologien rund um die Zukunft desHöchstleistungsrechnens (HPC). Mehr Informationen zum HLRS finden Sie unter HLRS.

Fachlicher Kontakt

Matthias Hauser, Geschäftsführer, Media Solution Center Baden-Württemberg,
Tel. +49-151-2403-0016, matt@msc-bw.com

Pressekontakt

Christopher Williams, Editor, Höchstleitstungsrechenzentrum Stuttgart, williams@hlrs.de